
Prävention - Zahnbürsten
Die Qual der Wahl - welche Zahnbürste ist die Richtige?Günstigstes Modell ist unbestritten die von Hand geführte Kurzkopfzahnbürste. Doch beim Kauf sollten einige Details beachtet werden, denn Zahnbürste ist nicht gleich Zahnbürste.
Wichtigstes Kriterium beim Kauf einer neuen Zahnbürste ist die sogenannte „Härte“ der Borsten. Diese wird üblicherweise in die drei Kategorien sensitiv oder medium, mittel bzw. normal und hart eingeteilt. Bei einer gesunden Mundflora wird von den Zahnmedizinern eine Bürste mit normaler Härte empfohlen. Bei erkranktem Zahnfleisch oder gar freiliegenden Zahnhälsen, kann eine Bürste mit normaler Härte schmerzliches Zahnfleischbluten verursachen, deshalb sind hier eher weichere Borsten ratsam.
Weitere Unterschiede zwischen den im Handel angebotenen Bürsten sind u.a. die Größe des Zahnbürstenkopfes oder das Material der Borsten.
Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Bürstenkopf nicht zu groß und auf jeden Fall abgerundet ist, damit man problemlos an alle Ecken des Mundraumes gelangt und sich beim Reinigen nicht die Wangenschleimhaut und das Zahnfleisch verletzt.
Entscheiden Sie sich aus hygienischen Gründen eher für Kunststoffborsten und nicht für Naturborsten, da letztere innen hohl sind und sich dadurch ausgezeichnet als Nistplätze für kariesauslösende Bakterien eignen.
Wer`s ökologisch mag, bedient sich der Wechselkopfzahnbürste. Hier muss nicht immer die komplette Zahnbürste gewechselt werden, sondern lediglich der Bürstenkopf. Dies erspart zusätzlichen Plastikmüll.
Noch ein Hinweis: Die Deutschen verbrauchen durchschnittlich pro Jahr lediglich zwei Zahnbürsten. Das ist viel zu wenig. Nach Aussage von Zahnärzten ist ein Austausch mindestens alle 8 Wochen nötig.
Die elektrische Zahnbürste
Rasant bewegt sich die elektrische Zahnbürste mit 40.000 Umdrehungen pro
Minute.
Elektrische Zahnbürsten nehmen dem Benutzer viele Bewegungen hinsichtlich
der anzuwendenden Technik ab und gelten damit als sehr bequem für den Anwender.
Besonders geeignet ist die elektrische Zähnbürste u.a. für ältere Menschen, für die das Putzen mit der herkömmlichen Zahnbürste oft ein Erschwernis darstellt, oder aber für Kinder bzw. Jugendliche, deren Begeisterung für das tägliche Zähneputzen durch die elektrische Hilfe gesteigert werden kann.
Wichtig ist das Vorhandensein eines sogenannten Anpressdruckmesser. Dadurch können Zahnschäden durch zu hohen Druck auf die Zähne verhindert werden. Für Familien sind Grundmodelle mit verschiedenfarbigen Aufsteckbürsten interessant. Doch aufgepasst! Bei dem Ersatzbürstenkopf, der mindestens alle 8 Wochen gewechselt werden sollte, greifen die gewinnorientierten Hersteller kräftig zu. Preise über 5 Euro sind die Regel.
Elektrische Zahnbürsten im Test
Gewährleistet ein hoher Preis einer elektrischen Zahnbürste gleichzeitig
auch eine gute Putzleistung? Man sollte wohl meinen. Bei 40.000 Umdrehungen
die Minute müssten doch auf jeden Fall alle Beläge entfernt sein,
oder nicht?
Fast alle 10 getesteten Batterie- bzw. Akkuzahnbürsten erreichten bei Stiftung
Warentest das Testergebnis „gut“.
Geprüft wurde zum Beispiel die Bürste von Rewe, die Oral Care Today Dent 2 in 1 für 16 Euro und die „schallaktive“ Rowenta Dentasonic für 50 Euro, Dr. Best Brillant und von Braun die 3 D Zahnbürste. Am schlechtesten schnitt die Severin Denti Care ab. Die Handhabung ergab nur ein „befriedigend“. Und das „mangelhafte“ Testurteil hat sie der Tatsache zu verdanken, dass sie bei der Dauerprüfung ihren Dienst verweigerte und ab und zu nicht mehr ansprang. Auch die Dr. Best Brillant hinterließ keinen guten Eindruck. Nach der Hälfte der Prüfzeit erlitt auch sie einen Totalausfall.
Abschließendes Fazit: Die teureren Akku-Zahnbürsten haben meistens einen stärkeren Motor und sind besser ausgestattet. Hilfen wie Putzzeitanzeige, Anpressdruckkontrolle oder Einstellung von verschiedenen Geschwindigkeitsstufen erleichtern die tägliche Handhabung für den Anwender enorm. (Quelle: Stiftung Warentest)
Vergleich elektrische Zahnbürste – Handzahnbürste
Mitgetestet wurde parallel zu den elektrischen Zahnbürsten auch eine herkömmliche Handzahnbürste, die ebenfalls den Test mit dem Testurteil „gut“ bestehen konnte. Obwohl die Testpersonen das Gefühl hatten, das Reinigungsergebnis mit der elektrischen Variante sein besser, wurde dies von anschließenden Messungen der Zahnoberfläche widerlegt.
Generelles Ergebnis im Vergleich Handzahnbürste – elektrische Zahnbürste ist also, dass, obwohl sich die elektrische Zahnbürste deutlich häufiger bewegt, die Reinigungsleistung nicht unbedingt besser ausfällt. Dieses hängt eher von der Geschicklichkeit des Benutzers und dessen Mundhygiene ab, denn 40 % der Zahnoberfläche u. a. die Problemzonen Zahnzwischenräume und der Zahnfleischsaum, sind für alle Bürsten schwierig zu erreichen. Wem also seine Zahngesundheit wichtig ist, sollte sich nicht nur die Zahnbürste verlassen sondern auch auf Zahnseide und Interdentalbürstchen nicht verzichten.